Streit ist der erste Schritt zur Versöhnung

Streit ist der erste Schritt zur Versöhnung

Es passiert immer mal wieder. Wir streiten uns. Mal, weil es um die Firma geht, zum Beispiel um die Planung von Terminen (wenn Marianne wegen eines Seminartermins ihre Herbst-Wallfahrt absagen muss), mal um die Frage, ob wir diese oder jene Einladung annehmen oder nicht. Heutzutage finden wir schnell wieder zueinander und es ist jedem von uns möglich den ersten Schritt zu machen. Früher war das schwieriger und es passierte auch, dass wir in der Firma deutlich zeigten, dass der Haussegen schief hängt.

Doch Vorsicht! Das ist nicht gut. Die Mitarbeitenden tuscheln und auch Kunden haben für Missstimmung zwischen Chef und Chefin ein feines Näschen. Deshalb versucht, folgende Vorschläge zu prüfen:

Streit zuhause, wegen was auch immer, bleibt auch dort. Im Betrieb wird miteinander kommuniziert und zwar sachlich und höflich. Niemand sollte etwas merken. Macht Euch klar, dass die Auseinandersetzung daheim nichts mit der Firma zu tun hat. Vielleicht solltet Ihr an diesem Tag nicht unbedingt Eure wöchentliche Rücksprache machen, sondern die auf den nächsten Tag verschieben. Denn so viel Vernunft und Selbstbeherrschung ist manchmal nur schwer aufzubringen.

Bei Streit im Büro – über Mitarbeiter, einen Fehler, eine Reklamation, eine fehlende Information usw. – gilt das gleiche. Am besten ist es, die Meinungsverschiedenheit sofort auszuräumen und gemeinsam eine Lösung zu finden. Und: Nicht nachtragend sein! Das macht nur das eigene Herz schwer. Gut ist es auch, wenn es beiden gelingt, sich beim anderen zu entschuldigen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob jemand wirklich Schuld ist oder hat oder wer angefangen hat. Bei einem Streit verlassen beide Beteiligten mehr oder weniger die üblichen guten Umgangsformen. Ganz gleich, wem das „Es tut mir leid“ leichter fällt. Der andere wird gerne darauf eingehen und sein „Mir auch!“ anschließen.

Lässt sich der Streit definitiv nicht beenden, verlangt es Größe diesen zuhause nicht fortzusetzen. Das gemeinsame Abendbrot sollte jedenfalls nicht ausfallen, weil einer noch beleidigt ist. Und die anderen Familienmitglieder bitte auf keinen Fall mit einbeziehen. Weder die eigenen Eltern oder Schwiegereltern, wenn sie mit im Haus wohnen, erst recht nicht die Kinder. Denn Kinder lieben beide Elternteile, wollen nicht Partei ergreifen und brauchen das Gefühl von Sicherheit.

Manchmal braucht es zum Beenden eines langen Streits Hilfe von außen. Wie in unserer kleinen Geschichte überVergeben und Versöhnen.

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