Mit Verschiedenheit umgehen – was ärgert uns -wie lebt man damit?

Mit Verschiedenheit umgehen – was ärgert uns -wie lebt man damit?

Der eine ist vielseitig interessiert, will oft ins Kino und verschlingt die neuesten Bestseller, den anderen interessiert das alles nicht. Einer ist pingelig und ordentlich, der andere eher nachlässig und unbekümmert. Der eine geht spontan auf Leute zu und gilt als Stimmungskanone, der andere ist zurückhaltend und still. Einer ist harmoniebedürftig und gibt im Zweifel nach, der andere will immer gewinnen und setzt sich durch. Den einen kann nichts erschüttern, der andere ist emotional und verletzlich.  Wie können wir mit solchen Unterschieden klarkommen?

Generell kann man sagen, dass zwei Personen, die gleich veranlagt sind, selten Probleme miteinander haben. Wie ist das aber, wenn zwei grundverschieden sind? Gegensätze ziehen sich an, sagt man, doch wie kann das gutgehen, wenn die Mimose auf das Alphatier trifft oder der Chaot auf den Pedanten? Wie sollen Altruist und Egoist miteinander auskommen? Wie erträgt der Partylöwe den Langweiler oder der Stubenhocker den Neugierigen?

Wer kommt mit wem gut aus?

Mimose trifft Alphatier
Das klappt meistens erstaunlich gut, weil die Mimose eine starke Schulter zum Anlehnen hat und das Alphatier jemanden zum Beschützen.

Chaot trifft Pedanten
Das ist eher schwierig, weil sich der Pedant ständig ärgert, während der Chaot sich umgekehrt verfolgt fühlt.

Altruist trifft Egoisten
Auch hier eine auf Dauer eher problematische Konstellation, weil bei jedem Konflikt der Sieger schon feststeht. Der Altruist ist verständnisvoll und immer kompromissbereit, der Egoist muss immer gewinnen.

Partylöwe trifft Langweiler
Das kann wider Erwarten ganz gut funktionieren, weil der Partylöwe von seinem Partner keine Konkurrenz befürchten muss. Der Langweiler wird seinerseits von ihm oft mitgerissen und macht so viele Erfahrungen, die ihm sonst versagt blieben.

Neugieriger trifft Stubenhocker
Auch das ist auf Dauer nicht einfach: Der Neugierige fühlt sich immer ausgebremst und der Stubenhocker fühlt sich umgekehrt von seinem Partner bedrängt und genötigt.

Extremwerte sind selten – die Haltung entscheidet zum Schluss
Aber Entwarnung, die wenigsten Menschen haben eine klare, einseitige Prägung. Mehr als die Hälfte liegen in der Mitte der Verteilung, sind also zum Beispiel einerseits neugierig, aber andererseits auch Stubenhocker, je nachdem. So gleicht sich vieles schon aus (siehe Musterauswertung).

Und ansonsten gilt unsere Standardaussage: Es ist alles eine Frage der Haltung, die ich zum anderen einnehme. Rege ich mich über jede Kleinigkeit auf, die der andere anders ist oder anders macht, geht es mir schlechter als wenn ich ihn so nehme wie er ist, quasi als Gesamtkunstwerk, das ich einfach liebe.

Was wir hier beschrieben haben ist der Persönlichkeitstest BIG FIVE. Wer will kann den Test kostenlos im Internet machen, zum Beispiel bei Psychomedia. Das ist der Link!

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