Hat viele Vorteile: Gehe achtsam mit Dir selbst um!

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Nicht um anzugeben oder Mitleid zu bekommen: Wir haben dieses Jahr an den Pfingstfeiertagen gearbeitet. Das war o.k., denn wir hatten uns zum Ausgleich vorgenommen, den Dienstag danach frei zu machen. Und das haben wir auch getan. So viel Achtsamkeit im Umgang mit uns selbst muss sein. Und wir haben gelernt, gegenseitig aufeinander aufzupassen und uns nicht zu überfordern. Achtsamkeit ist zurzeit in aller Munde. Was genau ist das denn überhaupt? Einfach gesagt ist es eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Also das bewusste Wahrnehmen und Erleben des aktuellen Momentes mit allem Drum und Dran: Gedanken, Gefühle, Sinneseindrücke, körperliche Reaktionen, Umgebung.

Nehmen wir zum Beispiel eine Situation, in der eine innere Stimme Dir sagt:
Jetzt keine Angebote mehr zu schreiben oder in der Werkstatt weiterarbeiten. Stattdessen mal überlegen, wie sich Dein Arbeitstag besser einteilen lässt!‘
Oder Du bekommst deutlich mit, dass Du Dich auf der Fahrt nach Hause diesmal sehr konzentrieren musst, damit Du Dich wegen der neuen Umleitungsstrecke nicht verfährst. Viele von uns würden weder die innere Stimme hören noch den höheren Konzentrationsbedarf bemerken. Wir sind nämlich oft nicht achtsam und nehmen innere Signale nicht wahr.

Was kann man für mehr Achtsamkeit tun? Wer regelmäßig Achtsamkeit in Form ganz einfacher Übungen praktiziert, tut sich und seiner Umgebung viel Gutes. Der Molekularbiologe Jon Kabat Zinn forscht seit vielen Jahren zu diesem Thema und gibt an, dass Achtsamkeit und Körperwahrnehmung viele Vorteile mit sich bringen:

Du …
• gehst auf Dauer mit Stress und Belastungen gelassener um.
• wirst psychisch stabiler.
• triffst bessere – weil wohl abgewogene – Entscheidungen.
• bekommst eine positivere Grundeinstellung.
• machst Dir weniger Sorgen.
• wirst geduldiger mit Dir selbst und anderen Menschen.
• erkennst klarer Deine Stärken und Schwächen.
• hast einen Zugewinn an Feingefühl, Konzentration und Offenheit.

Welche Achtsamkeitsübungen Du in Deinen Tag einbauen möchtest, kannst Du ja überlegen. In der Liste hier findest Du ein paar Vorschläge.

Progressive Muskelentspannung
Und wenn die Anspannung mal wieder ganz groß ist, hilft uns beiden die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen. Bei Stress in Job oder Privatleben, neigen wir Menschendazu, unsere Muskeln unwillkürlich stärker anzuspannen. Kopf einziehen, Zähne zusammenbeißen, Fäuste in der Tasche machen.

Bei der Progressiven Muskelrelaxation entsteht eine Empfindsamkeit für den momentanen Spannungszustand und der Unterschied zwischen An- und Entspannung wird wieder spürbar. Kurz Anspannen – und wieder lockerlassen, ist der Kern der Methode, die Edmund Jacobson vor gut 100 Jahren entwickelte. Regelmäßig durchgeführt, sagt man ihr folgende Wirkung nach: der Muskeltonus lässt nach, Herz- und Atemfrequenz sowie Blutdruck sinken, das neue Gefühl innerer Ruhe hilft bei Stress, Schmerzzuständen oder Schlaflosigkeit. Wer neu mit Progressiver Muskelentspannung beginnt, sollte zuvor seinen Arzt fragen, ob etwas dagegenspricht. Es gibt ganz viele Bücher und CDs zu diesem Thema. Wir greifen seit Jahren auf die CD von Dr. Stephan Frucht zurück. Auf dieser CD gibt es eine Einführung, sowie zwei Anleitungen: eine Kurzfassung (20 Minuten) und eine Langfassung (30 Minuten). Wer mag, kann die CD bei amazon erwerben oder streamen.

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